Ausblick zum Punktspielstart 2011
- Details
- Kategorie: Verein
- Veröffentlicht am Samstag, 26. Februar 2011 22:29
- Geschrieben von wh
- Zugriffe: 1505
Ausblick zum Punktspielstart 2011
Hippe und Lederer müssen pausieren - 4 Neulinge - Interview mit Coach Schwemmer
Lenkersheim. (wh/27.02.2011) - Die Lenkersheimer müssen voraussichtlich bis zum Saisonende auf Johannes Hippe (siehe Foto) und Holger Lederer verzichten. Beide Akteure fehlten im bisherigen Saisonverlauf nur zweimal und zählten zu den Stützen der FSV-Defensivabteilung. Während Holger Lederer anhaltende Knieprobleme zu einer Pause zwingen, muss Johannes Hippe beruflich bedingt kürzer treten.
Umso erfreulicher, das Trainer Berthold Schwemmer gleich 4 Neuzugänge begrüßen kann. Philip Dietz kommt aus der eigenen Jugend und hinterließ bei seinem Debüt im A-Team gegen Unteraltenbernheim einen guten Eindruck. Michael Runge hat 8 Jahre in Würzburg gelebt und dort beim TV 1873 Würzburg gespielt. Er hat letztes Jahr aufgrund einer Verletzung nicht gespielt und ist nun beruflich nach Bad Windsheim gezogen. Giorgio Valletta ist gebürtiger Italiener und hat in Baden Württemberg gespielt, wohnt nun in Ipsheim und ist der dritte im Bunde der Neuankömmlinge. Das Quartett komplettiert der bisher vereinslose Hans Sebastian Thürauf.
Interview mit Berthold Schwemmer
"Wir wollen uns entwickeln"
Wo finden wir den FSV im Juni in der Tabelle?
Berthold Schwemmer: Ja, nachdem wir uns in der Vorrunde einen gesicherten Mittelfeldplatz erkämpft haben, streben wir natürlich eine weitere Verbesserung an. Wir wünschen uns schon, dass wir die Vorderen noch ein wenig ärgern können. Wir müssen aber auch mal solche Spiele wie zuletzt gegen Ipsheim gewinnen. Auf der Entwicklungsstufe soll dies der nächste Schritt sein, nicht mit einem Unentschieden zufrieden zu sein, sondern auch tatsächlich enge Spiel zu gewinnen.
Die neue Gruppeneinteilung ist nicht unbedingt zur Zufriedenheit aller Beteiligten geschehen. Wie stehst du zur Neuordnung der Spielklassen?
Berthold Schwemmer: Nach der Vorrunde sieht man schon, dass wir im Gegensatz zur letzten Saison keine leichten Spiele mehr haben. Wenn man sich entwickeln will, muss man die Klasse als Chance und Herausforderung ansehen. Ich spiele gerne gegen Gallmersgarten oder Losaurach, auch wenn man das eine oder andere Spiel auch eher mal verliert.
Was bedeutet die neue Einteilung für „Die Zweite“?
Berthold Schwemmer: Das bedeutet, dass man jedes Wochenende spielt…zunächst mal eine klare Verbesserung. Es gibt aber auch einen Einblick in den Fitnesszustand der Reservespieler. Wir sind mit unserer Zweiten nicht zufrieden.
Wie kann man dem Sorgenkind Reservemannschaft neuen Lebensmut einhauchen?
Berthold Schwemmer: Da gibt es keinen Knopf, den man drücken kann, und dann läuft es, aber das erwartet auch niemand. Indem wir eine Runde spielen, und da wir fast an jedem Sonntag ein Spiel haben, wurde die Bedeutung der Reservemannschaft aufgewertet.
Wir müssen uns aber von der Vorstellung verabschieden, immer ausreichend Spieler zur Verfügung zu haben, die dann auch noch immer spielen und zuverlässig sind. Es ist ein sehr schwieriges Unterfangen, Rainer Müller (Spielleiter Reserve) und ich stehen Sonntag für Sonntag vor den Fragen, wen kann man noch aufstellen, wer ist überhaupt da, gibt es noch jemanden aus der AH? Da kann es mal vorkommen, dass der Spielleiter kurzerhand selbst spielen muss, obwohl am Vorabend noch 15 Leute zur Verfügung standen. Aufgrund des demografischen Wandels hat die Politik das Rentenalter auf 67 nach oben gesetzt. Ich sehe dies auch im Amateurbereich bereits umgesetzt. Heute spielen die Leute länger als früher, nicht weil sie heute länger fit bleiben, sondern weil zu wenig Spieler aus den jüngeren Jahrgängen nachrücken. Wer weiß, vielleicht gibt es in einigen Jahren auch Kleinfeldrunden. Ich denke, es muss einen Strukturwandel von Seiten des Verbands geben. Generell sehe ich auch Ansätze, im Bereich der Reservemannschaften Spielgemeinschaften zu bilden. Doch dann taucht wieder die Frage auf, wie soll man mit Spielern umgehen, die nach einer Verletzungspause in der ersten Mannschaft Spielpraxis in der Reserve erhalten sollen.
Was war das erste, was du bei deinem Amtsantritt geändert hast?
Berthold Schwemmer: Ich bin nicht hergegangen und habe gesagt, dieses und jenes wird geändert. Letztendlich konnte ich von vorhandenen Strukturen profitieren. Natürlich habe ich meinen eigenen Stil mit eingebracht, da schaue ich nicht, was ich von Vorgängern ändern kann. Mir ist wichtig, wie ich meine Vorstellungen umsetzen kann.
Siehst du es als Vorteil an, als Spielertrainer die Dinge auf dem Rasen direkt umzusetzen oder wirst du deine Einsatzzeiten zurückfahren, um von der Bande aus das Geschehen besser beurteilen zu können?
Berthold Schwemmer: Diese Frage ist ganz lustig. Angetreten bin ich mit der festen Absicht, nicht selbst in das Geschehen eingreifen zu müssen. Doch nach einigen Ausfällen von Schlüsselspielern musste die Konkurrenzsituation Aufrecht erhalten werden. Deshalb habe ich zum Ende der Vorrunde die Fußballschuhe wieder geschnürt. Ich gebe zu, es hat auch Spaß gemacht. Ich hoffe, dass Matthias Schalt, Florian Schäfer und Nico Thürauf und auch die anderen von Verletzungen weitgehend verschont bleiben.
Welche perspektivischen Ziele hast du dir für die Zeit als FSV-Coach gesteckt?
Berthold Schwemmer: Wir wollen uns entwickeln, und für die Rückrunde hoffe ich, dass wir näher an Vereine wie Langenzenn, Burggrafenhof, Ipsheim usw. heranrücken.
Zuletzt noch ein Ausblick auf die aktuelle Punkterunde. Welche Teams werden um den Aufstieg mitspielen?
Berthold Schwemmer: Losaurach ist klar, die sind eine Nummer zu stark für unsere Liga. Danach ist alles möglich, wir wollen auch noch ein paar Plätze gut machen. Es gibt aber Mannschaften wie Burggrafenhof, Langenzenn, Gallmersgarten, Dachsbach-Birnbaum und Ipsheim, die aufgrund der Tabellensituation die besten Chancen auf den zweiten Platz haben.
1995: Berthold Schwemmer (links am Boden) reißt nach dem Kreisligaaufstieg (damalige A-Klasse) jubelnd die Faust nach oben.
Sportliche Stationen Berthold Schwemmer (12.03.1969)
1977 - 1990 FSV Lenkersheim Jugend, ab 1987 Senioren
1989 - 1991 Trainer FSV Lenkersheim B-Jugend (teilweise Spielgemeinschaft mit dem SV Ickelheim)
1990 - 1992 FSV Bad Windsheim
1991 - 1993 Trainer FSV Lenkersheim A-Jugend (teilweise Spielgemeinschaft mit dem SV Ickelheim)
1992 - 1996 FSV Lenkersheim (Aufstieg 1995 in die Kreisliga)
1996 - 1999 TSV Erlenbach (Bezirksliga Baden Württemberg)
1999 - 2000 Sportschule Ruit (Ostfildern) mit Abschluss zur Trainer B-Lizenz (heutige C-Lizenz)
1999 - 2000 FSV Lenkersheim
2000 - 2002 Spielertrainer TSV Markt Nordheim (Kreisklasse)
2004 - 2006 TSV Solln München (Bezirksliga)
2004 - 2006 Spielertrainer TSV Solln München Reserve (Aufstieg in die Kreisklasse)
2006 - FSV Lenkersheim AH
2010 - Spielertrainer FSV Lenkersheim


